ERLEBNISBERICHT:

Ich erlebe die Zeit seit der Einnahme als sehr erdend und Klarheit bringend. Das Thema „Grenzen“ begleitet mich seit der Einnahme. Mir wurde bewusst, wann ich meine Grenzen überschreiten lasse und habe begonnen mich für mich und meine Grenzen einzusetzen. Es fällt mir schwer jemanden eine Grenze aufzuweisen, aus Angst diesen zu verletzen oder vor den Kopf zu stoßen. Noch tiefer dahinter steckt sicherlich die Angst selbst Liebe und Anerkennung daudrch zu verlieren. Mir ist bewusst geworden, dass es möglich ist, mich liebevoll für meine
Grenzen einzusetzen. Bei einer weiteren Meditation wurde mir klar, dass wenn ich mich für mich einsetze,
dies ausspreche oder zeige, ich den Menschen positiver gegenüber treten kann und die innere Ablehnung
sich auflösen kann, da dann keine Bedrohung mehr besteht und ich mir selbst treu bleibe. Es fühlt sich
wichtig an für mich und das Geschenk in meinem Bauch zu sorgen.

Ein weiteres Thema das mich begleitet ist die Loslösung aus meinem Elternhaus. Besonders von meinem Vater.
Ich komme mit einem sehr tief sitzenden Trauma und einer großen Angst in Kontakt. Früher hat mich die Angst
in Panik versetzt, heute kann ich sie beobachten ohne in Panik zu verfallen. Mein Vater ist seit meinem
4. Lebensjahr krank. Zu diesem Zeitpunkt war er ein Jahr nicht zu Hause, da er in Krankenhäusern und
Reha-Kuren war. Meine komplette Kindheit war er immer wieder in Krankenhäusern. Es steckt eine sehr
tiefe Angst um den Verlust meines Vater in mir. Die Angst, dass er stirbt und ich dann aufgrund des großen Schmerzes und dem kindlichen Glauben ohne ihn nicht sein zu können, ich mit ihm sterbe. Vor meiner Schwangerschaft ist immer wieder ein Gedanke in mir aufgetaucht, dass wenn ich schwanger werde, mein
Vater sterben wird. Diese Angst, zeigt denke ich die Furcht vor dem loslassen. Die Angst den Tod zu akzeptieren,
ihn anzunehmen und als zum Leben dazugehörig zu sehen. Ich wünsche mir, dass die Angst um meinen Vater sich nicht erst auflöst, wenn er den irdischen Körper verlassen wird, sondern dass ich mich davor von dieser immer weiter lösen und innerlich frei werden darf.