Erfahrungsbericht Ibogareise 17 Juli 2020
Diese Reise war meine zweite tiefe Erfahrung mit Iboga. Das erste Mail war ich mit Wurzelrinde
auf Reise gegangen, diesmal mit dem Alkaloid. Zudem habe ich Erfahrung mit Microdosierung mit
der Wurzelrinde.Ich entschied mich für 20mg Alkaloid/kg. Ich nehme Iboga nicht zum Drogenentzug,
sondern als spiritueller Psychonaut, ich möchte mich mit dem Pflanzengeist verbinden, von ihm lernen,
ich möchte Bezug zur geistigen Welt herstellen und bin neugierig, was das Iboga noch für mich bereit hält.
Ich war sicher, dass es etwas gibt, von dem ich noch nichts weiss.
Und: In meinem Alltagsleben fühle ich immer eine grosse Schwere und Antriebslosigkeit.
Manchmal fühl es sich nach einer Depression an, manchmal nach burn out. Meine Hoffnung war,
diesen Zustand hinter mir lassen zu können. Meine Erfahrungen mit der Microdosierung hatte ich
als sehr hilfreich dafür empfunden.
An die Bilder während der Hochphase kann ich mich nicht mehr erinnern. Mir war viel übel und ich musste
mich mehrfach übergeben. Da ich inzwischen weiss, das dies ein wichtiger Bestandteil der Reinigung und der Heilung ist, hatte ich nicht so viel Widerstände mehr gegen dieses Unwohlseingefühl und das Erbrechen.
Das letzte Erbrechen kam erst am Morgen und ich wusste die ganze Zeit, dass dieses Brechen noch wichtig ist.
Die für mein Alltagsleben wichtigste Erkenntnis, Erfahrung oder das, was ich nach der Reise mitnehme ist,
dass ich mich leicht fühle. Leicht, mutig, lebendig, voller Tatendrang und Kreativität und morgens mit einer
Freude aufstehe, anstatt mit dem Gefühl: Oh wie soll ich das alles schaffen…. Ich kann konzentriert und gut
meine Arbeit tun und wenn ich fertig bin, ist immer noch eine Menge vom Tag übrig. Ich bin mutiger,
ich selbst zu sein (was als Einzelunternehmerin, die ihre Person als Marke verkauft, wichtig ist).
Ich habe mehr Vertrauen ins Leben und zum Göttlichen und fühle mich mehr geerdet, getragen und frei.
Wenn es nur das wäre, was ich von dieser Reise mitnehme, dann hätte es sich schon gelohnt.
Aber es war noch mehr. Auf der „Rückreise“ nach der Hochphase, lag ich auf meiner Matratze und dachte:
Diese Zeit ist bestimmt auch für etwas gut. Sie dient nicht nur dazu, dass ich wieder in meinem Körper ankomme. Wenn Iboga sich nach und nach aus meinem System verabschiedet und ich nach und nach in mich hineinschlüpfe, dann können wir uns ja in der Mitte treffen und miteinander kommunizieren.
Also begann ich mit dem Pflanzengeist zu sprechen. Ich war erstaunt, wie leicht das ging. Er spricht in Bildern und die Bilder waren eindeutig. Ich fragte ihn was die Corona-Situation mit unserer Gesellschaft mache, was ich als einzelner Mensch dagegen tun könne und was wir als Gesellschaft dagegen tun könnten. Ich fragte ihn zu einzelnen Beziehungen, die ich habe und was sie für mein Leben bedeuten. Auch am nächsten Morgen konnte ich mich noch mit ihm „unterhalten“. Ich fragte z. B. Auch nach einer Möglichkeit, mich mit ihm in Verbindung zu setzen, wenn das Ritual beendet ist. Da viele der Antworten sehr persönlich sind, möchte ich an dieser Stelle nur einige Fragen schildern:
Ich: Iboga, kann ich dir eine Frage stellen?
Iboga (immer in Bildern): Flugzeug Auto, Blume, Haus, Tier meine Intepretation: ja, über was du willst, über vieles
…..
Ich (nach einer Pause von ca 30 Min). Iboga, bist du noch da?
Iboga: Coca Cola, Chips, Limo, Popcorn
meine Interpretation: ja, ich habe es mir gemütlich gemacht, ich warte auf deine Fragen
Abends, als ich nicht einschlafen konnte, und auch weil ich zwar wunderschöne Bilder gesehen hatte, als ich die Augen schloss, aber mit diesen Bildern auch nicht schlafen konnte.
Ich: Iboga, kannst du mir bitte Bilder schicken, mit denen ich einschlafen kann? Ich möchte gerne eine Runde fest schlafen:
Iboga: Viele Fenster, ich stehe innen und schaue durch die Fenster nach draussen in den dunklen Nachthimmel.
Keine 3 Sekunden später schlafe ich 6 Stunden tief und fest und wache beim ersten Morgengrauen wieder auf.
Ich: Iboga, bis du da?
Iboga: Bei einem Laptop klappt der Bildschirm hoch meine Interpretation: Ja, guten Morgen
Ich: Kann ich auch später noch mit dir in Verbindung treten?
Iboga: Ein Turm als Zugangsportal und das Wissen, wie ich in diesen Turm hinein komme.
Nachmittags habe ich eben diesen Turm verwendet, um Iboga eine wichtige Frage zu stellen. Auch mehrere Tage später war es mir noch möglich, mit dem Pflanzengeist in Kontakt zu treten und ihm Fragen zu stellen. Jetzt nach einer Woche lässt es langsam nach.
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Ich bin überglücklich, denn die Kommunikation mit dem Pflanzengeist ist für mich das Betreten einer Welt, nach der ich mich schon so lange gesehnt hatte. Diese zweite Reise hat mir offenbart, dass ich in zwei Welten zu Hause bin.
Mindestens.
Und wahrscheinlich ist alles eine Welt.
Iboga ist für mich eine grossartige Medizin gegen depressive Verstimmungen, Antriebsschwäche, Überforderung, Mutlosigkeit. Und gleichzeitig habe ich das Gefühl, auf dem Boden der Tatschen blieben zu können. Ich werde nicht weggepustet von einem übertriebenen Hochgefühl. Ist die Microdosierung zu stark, treten Schwindel und Übelkeit auf und ausruhen ist angesagt.
Ich fühle den Ruf, mit Iboga zu arbeiten. Weniger um Heroinabhängige von ihrer Sucht zu erlösen, sondern um Menschen eine spirituelle Erfahrung zu ermöglichen, die nachhaltig trägt und auch noch nach der Reise andauert.
Und ja, ich habe Iboga dazu schon gefragt.