Wir haben bis jetzt drei Homoöpathische Mittel getestet; zweimal Drachenblut und einmal Iboga.
Meine Erfahrung zeigt, dass Drachenblut wie ein Balsam oder eine Wohltat auf Traumata wirkt,
Kraft und Mut spendet, um „auf die Beine zu kommen“ und nach einem traumatischen Ereignis
erneut dieLebenskraft zu spüren.

Iboga habe ich hingegen als eine Energie erfahren, die meine Schutzschichten aufdeckt, die sich um
Traumata gebildet haben, um mich vor dem direkten und dauerhaften Fühlen der Traumata zu schützen.
Diese Schutzschichten nehme ich als eine Art Überlebensstrategie wahr, die nicht mehr da sind.
In den vergangenen Wochen wurden bei mir mehre solche Schichten aufgedeckt. Die Aufdeckung
der Schutzschichten ähnelt einem Gang durch einen völlig dunkeln Tunnel, ohne den Weg vor sich
zu sehen und ohne zu wissen, was mich am anderen Ende erwartet. Ich fühle mich in meinem Kern
komplett „nackt“ und „gehe“ ungeschützt durch den Tunnel, dem Einwirken der Trauma Kräfte
ausgesetzt. Der dunkle Tunnel ist hier eine Metapher; eine besser greicare Beschreibung finde ich
im Moment nicht Ich erlebe es so, wie wenn ich auf eine „völlige Vernichtung“ zugehe und zusehen
muss, wie ich eingehe. Teilweise empfinde ich es als ein Gehen auf heißer Glut. Das, was ich bis jetzt
für Angst hielt, entpuppte sich als etwas völlig Unerwartetes. Bis jetzt dachte ich, nur mit Angst
konfrontiert zu sein. Es zeigte sich aber, dass es Scham ist. Ich habe niemals gedacht, dass Scham
eine so gewaltige Kraft besitzt. Ich fürchtete mich derart, dass ich durch mein Verhalten oder durch
das, was mir in Anwesenheit von anderen Menschen geschehen könnte unangenehm auffalle,
und mich dann schämen muss. Und es trat ein. Drei Mal im Abstand von wenigen Tagen.
Die Angst davor, wie auch immer aufzufallen und mich dann dadurch schämen zu müssen,
ist mit Abstand das „übelste“ Gefühl, das ich bis jetzt kenne.
Es lassen sich ganz klare Gesetzmäßigkeiten erkennen: das Ding, wovor ich mich fürchte,
ist in meinem Fokus, umso mehr, wenn ich diesen Fokus mit bewusstem Willen vermeiden will,
und es tritt ein. Es tritt wiederholt ein und bei mir dauerte es Jahrzehnte, bis ich jetzt erkannte,
was es ist. Es ist die Scham.
In diesem Moment, während ich diese Zeilen schreibe, bin ich mitten in der oben erwähnten
dritten Wiederholung. Ich sehe auch einen klaren Zusammenhang zwischen meinem Vorhofflimmern,
das ich bei mir vor einigen Jahren zum ersten Mal wahrgenommen habe und seit einem Jahr nicht hatte.
Der Energiestau oder die Anspannung, die durch Angst im Nervensystem entsteht, in eine Situation im
Alltag zu geraten, in der ich mich schämen muss, entlädt sich in Zyklen über das Herz. Jedes Mal, wenn
das Herz dann sein Rhythmus wiederfindet, ist sogleich eine deutliche Harmonie im Körper wahrnehmbar.
Das ist ein wahrhaftig glückliches Körperempfinden. Ich bin kein Mediziner und mir ist nicht bekannt, ob
bislang Untersuchungen in ähnlichen Fällen vorliegen, aber ich kann aus eigener Beobachtung bestätigen,
dass bei mir dieser Zusammenhang zu beobachten ist.
Ich habe mich gefragt, welches Gefühl ist da, wenn ich keine Scham fühle? Zunächst kam eine Leere und
dann stellte sich relativ schnell das Gefühl der Kraft ein. Still In eigener Kraft Sein, aus eigener Kraft
handeln und innerlich frei auf eigenen Füßen zu stehen. Ich glaube an diese Kraft, meine Kraft, und
ich entscheide mich, diesen Weg zu gehen. Jetzt kommen mir die Tränen …
Bevor mein Verstand mit einer Analyse dessen beginnt, was ich hier geschrieben habe, sende ich es
ab 🙂 Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mein Verstand schient eine unerschöpfliche Quelle
aberwitzigster Ideen zu sein, wie die Dinge des Lebens so sein sollen. Ich nehme es mit Humor.